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Luftdichtigkeitsprüfung

Wozu die Wärme zum Fenster hinaus fliegen lassen? Die Eigenschaft der Luftdichtheit wird oft mit einer mechanischen Be- & Entlüftung in Verbindung gesetzt, ist aber getrennt zu betrachten. Die Luftdichtheit beschreibt nur die ordnungsgemäße Abdichtung des Gebäudes, um unkontrollierte Luftzirkulation zu vermeiden.

Luftdichtigkeitsprüfung DIN 13829

Schäden an der Bausubstanz und unnötige Verluste der Energie vermeiden, dies sind die Vorteile eines luftdichten Gebäudes. Dabei wird nicht von einem hermetisch abgeriegelten Gebäude geredet, sondern eine konstruktive ordnungsgemäße Verarbeitung der Gewerke und somit das Anliegen von Ihrem Vorhaben. Die unterschiedlichen minimalen Druckunterschiede der Raumluft und der äußeren Umgebungsluft, bewirken im Winter ein förmlichen Herausziehen der warmen Innenluft. Dabei verfliegt nicht nur die Wärme, wodurch mehr geheizt werden muss, sondern die enthaltene Feuchtigkeit  kondensiert in der Bausubstanz und der Schimmel lässt nicht lange auf sich warten.

 

Wann geht man von einer Luftdichtheit beim Gebäude aus? In der DIN EN 13829 wird das definierten Verfahren zur Luftdichtigkeitsmessung von Gebäuden beschrieben (Wärmetechnisches Verhalten von Gebäuden – Bestimmung der Luftdurchlässigkeit von Gebäuden – Differenzdruckverfahren). Bei diesem Verfahren wird ein künstlicher Unterdruck in einer Wohnung, einem Einfamilienhaus oder einer Gebäudezone erzeugt. Bei gravierenden Lücken / Spalten in der Gebäudehülle, würde dieser erzeugte Überdruck nicht aufrecht erhalten werden können und die spezifische Luftwechselrate in einer Stunde würde negativ ausfallen.

Gebräuchliche wird die  Luftdichtigkeitsmessung auch als Blower-Door-Test oder Blower-Door-Verfahren bezeichnet, wobei Blower-Door ein Hersteller der Messtechniken ist. Das Differenzdruckverfahren dient dazu, die Luftdichtheit der Hülle von Gebäuden oder Gebäudeteilen zu charakterisieren.

 

das Schema vom Blower Door Test

Um eine unkontrollierten Luftwechsel zu vermeiden, müssen alle Fugen sowie Anschlüssen und Durchdringungen im Bereich der wärmeübertragenden Außenflächen vom Gebäude luftdicht ausgeführt sein. Dies ist natürlich bei Bestandsgebäuden eine sehr schwere Aufgabe und die 40% Wärmeverluste durch die Lüftung verdeutlichen dieses Problem. Aber im Bereich von KfW Projekten und Neubauprojekten mit mechanischer Lüftung, ist die Luftdichtheit ein Muss und würde unentwegt kalte Luft durch die undichten Stellen ziehen.

 

Die verpönte mechanische Lüftung – In den vergangenen Jahren fiel der Ruf einer mechanischen Be- und / oder Entlüftung, weil es öfters als alleinige Lüftungsart angesehen wurde. Es wurde beschrieben als ein abgedichtetes Gebäude, wo kein Fenster mehr geöffnet werden durfte. Natürlich stimmt das nicht. Eine Lüftungsanlage soll nur eine Grundlast der zufuhr von frischer Luft oder das Abtragen verbrauchter Luft übernehmen. Fensterlüftungen nach dem Kochen oder Duschen gehören nach wie vor ins Nutzungsprofil vom Gebäude.

Nutzen Sie die Vorteile einer eigenständigen Versorgung der benötigten frischen Luft und ergreifen Sie das Einsparpotenzial an Energie bei der Kombination mit Systemen einer 90%igen Wärmerückgewinnung.

 

Die Zeiten der Aussagen „Ein Haus muss atmen“ sind längst vorbei und die anfänglichen Bemängelung von Dämmqualität sowie Lüftungen vorüber. Der heutige Baustand beinhaltet vielerlei Möglichkeiten um ein Projekt für die Zukunft zu verwirklichen. Somit berät und berechnet das Ingenieurbüro WiBB zu dem Thema der Lüftung bei Ihrem individuellen Projekt.

 

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